Geschichte von F13
Der Prototyp (2021-2023)
F13 startete als klassisches Prototypprojekt Ende 2021 im InnoLab_bw des Staatsministeriums Baden-Württemberg. Zusammen mit dem Heidelberger Start-up Aleph Alpha sowie Nutzerinnen und Nutzern der Landesverwaltung sollte geprüft werden, inwiefern generative KI zur Entlastung bei typischen Verwaltungstätigkeiten beitragen kann. Hosting und Betrieb von F13 erfolgten von Beginn an über die BITBW, den IT-Dienstleister der Landesverwaltung. Im Rahmen des Prototypprojekts wurden drei Anwendungsfälle getestet:
- die Zusammenfassung
- ein Wissensraum (RAG) zu Positionen der Landesregierung
- die Erstellung des KV-Vermerks (nur im Prototypen und später nicht weiterverfolgt)
Diese Ergebnisse wurden im Mai 2023 vorgestellt und gingen anschließend in den Probebetrieb für die gesamte Landesverwaltung. Mit Abschluss des Prototypen endeten die Entwicklungsarbeiten von Aleph Alpha.
Relaunch (2024)
Nach einer Übergangsphase erfolgte Anfang 2024 der Auftrag, F13 betriebsfähig zu machen. Hierzu wurde mit Unterstützung der Science Group der PD ein grundlegender Neuaufbau von Code und Architektur vorgenommen. Die Einführung des neuen F13 fand im Herbst 2024 in der Landesverwaltung Baden-Württemberg statt und wurde schrittweise auf alle Landesbehörden ausgeweitet. Wichtige Aspekte der Weiterentwicklung waren der Umbau in Richtung Open Source, inklusive der Fähigkeit, LLM-agnostisch mit beliebigen (Open Source) Sprachmodellen betrieben zu werden und die exklusive Bindung an bestimmte Anbieter zu beenden.
Open Source Launch und Start der Community (2025)
Im Rahmen der Umstellung auf eine Open Source Lizenz erfolgte 2024 die Einbindung erster Mit- und Nachnutzender aus öffentlichen Stellen in Deutschland. Seit Anfang 2025 steht F13 unter einer Open Source Lizenz und kann somit von allen nachgenutzt werden. Die Vorstellung erfolgte im Juli 2025. So hat zum Beispiel die Lehrkräfteplattform SCHULE@BW F13 seit Anfang 2025 in ihr Angebot integriert und das Fachministerium eines Bundeslandes sein landespolitisches Wissensmanagement auf Basis des F13-RAGs aufgestellt. Mehrere Bundesländer und Behörden tauschen sich seit Frühjahr 2025 im Rahmen einer First Mover Initiative über ihren Einsatz von F13 aus. Diese Vorarbeiten gehen im August 2025 in der F13 Community auf und werden darüber weiter voran getrieben.
Gegenseitig von der Community profitieren
Im Rahmen der Community können andere öffentliche Stellen von den Vorarbeiten des Landes Baden-Württemberg durch die kostenlose Nachnutzung des Codes profitieren. Gleichzeitig ergeben sich durch die Erfahrungen und Bedürfnisse der Nachnutzenden Vorteile für das Land und andere Mitnutzende: Feature-Entwicklungen, Lernmodule oder Compliance-Themen werden gemeinsam koordiniert und bearbeitet. Weiterentwicklungen einer Stelle fließen allen anderen Stellen zu. So ist im Bereich Verwaltungs-KI das bisher größte interföderale Open Source Kooperationsprojekt in Deutschland entstanden.